Beim 1. Seseke-Hallenschwimmfest des SV Kamen zeigte sich das Team der Schwimmfreunde Unna in beeindruckender Form – und das trotz dreier krankheitsbedingter Ausfälle im Vorfeld. Mit einer großen Anzahl an Athletinnen und Athleten reiste der Verein an. Vom erfahrenen Wettkampfschwimmer bis zur mutigen Newcomerin war alles vertreten. Begleitet wurde das Team von zahlreichen mitgereisten Eltern, die für lautstarke Unterstützung und eine großartige Atmosphäre am Beckenrand sorgten.
Entsprechend groß waren Aufregung, Freude und auch eine spürbare Anspannung vor den Starts. Diese Nervosität führte in einigen Fällen zu Frühstarts, die leider Disqualifikationen nach sich zogen. Dennoch überwog am Ende ganz klar das Positive: Viele tolle Einzelergebnisse, zahlreiche persönliche Bestleistungen und jede Menge stolze Gesichter prägten den Wettkampftag.
Ein besonderes Highlight setzte Aylin Schenkhoff (Jahrgang 2018), die als jüngste Schwimmerin des Teams ihren allerersten Wettkampf bestritt – und direkt mit einem ersten Platz belohnt wurde. Ein Einstand, der kaum schöner hätte verlaufen können.
Bemerkenswert war zudem, dass diesmal nicht ausschließlich die jeweiligen „Lieblingschwimmarten“ geschwommen wurden. Durch das kontinuierliche Training auch in weniger bevorzugten Disziplinen konnten die Kinder deutliche Verbesserungen im Vergleich zu ihren Meldezeiten erzielen. So steigerte sich Till Kieloch über 400 Meter Lagen um starke 43 Sekunden, Alvis Weber verbesserte sich über 200 Meter Schmetterling um 32 Sekunden und Marit Bok schwamm die 100 Meter Freistil ganze 11 Sekunden schneller als gemeldet. Diese Leistungsentwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltig und vielseitig im Training gearbeitet wird.
Auch in den Jahrgangswertungen war das Team aus Unna kaum vom Podest wegzudenken – fast jede Siegerehrung wurde mit einer Schwimmerin oder einem Schwimmer aus Unna bereichert.
Für zusätzliche Motivation sorgte am Rande des Wettkampfs eine interne Herausforderung zwischen Trainer und SFU Ativen über 200 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling. Der Wetteinsatz: eine ordentliche Portion Liegestütze. Mit einem 2:1-Sieg entschieden die jungen Schwimmerinnen und Schwimmer das Duell für sich. Der Trainer nahm die sportliche Niederlage natürlich mit Humor – und absolviert seine Liegestütze beim nächsten Training unter den Blicken seiner Schützlinge.
Insgesamt war es ein Wettkampf, der nicht nur sportlich erfolgreich verlief, sondern auch den starken Teamgeist, die Vielseitigkeit im Training und die Begeisterung für den Schwimmsport eindrucksvoll unter Beweis stellte.